Heute Abend war ich auf dem Tour-Auftaktkonzert von Herbert Grönemeyer.Das Wetter spielte nicht ganz mit, denn es regnete ab und zu.Das Konzert im IGA Park war okay.
Was für ein Wochenende! Gestern der Brand in Krinitz - heute schaue ich seit langer Zeit wieder einmal ein Formel1-Rennen und dort geht es drunter und drüber. Nach zwei Safety Car Phasen ein Herzschlag-Finale für Sebastian Vettel.Nun auch noch ein Rennabbruch.Interessant und spannend hoch Zehn!
Heute Abend - das Finale der Champions League lief bereits knapp eine halbe Stunde dröhnte in Krinitz die Sirene. Danach noch einmal - beim dritten Mal war klar, dass die Sirene nach Helfern suchte, da es in der Nähe brannte.Warum auch immer schaute ich dieses Mal rund um das Haus herum und sah am Himmel dunklen Rauch emporsteigen.Scheiße!Es brennt im Dorf!Der Rauch steigt aus der Richtung des Kuhstalls auf.Scheiße!Die Tiere!Es ist ein bedrückendes Gefühl, wenn man durch einen Wald hindurch schaut und am Ende des Waldes einen Feuerball sieht, der hundert Meter breit und etwas höher als der Wald ist.Nachdem ich meinem Vater Bescheid gab legten wir einen 300m-Sprint hin, wie ihn die Welt noch nie gesehen hat. Zumindest nicht von uns.Als wir am Kuhstall ankamen sahen wir, dass die Kühe Glück im Unglück hatten - es brannte "nur" der Strohspeicher, der 50m neben dem Kuhstall stand.Wir schauten uns um, außer uns hatten wir nichts, um auch nur irgendwie zu helfen.Wir sahen, dass das Feuer -aufgrund des Strohs- enorm hoch war, dass glühende Partikel herunter fielen und bereits einen Misthaufen, der nur 20m neben demimmer noch offenen Stall stand, angezündet hatten.Die armen Kühe und Kälber muh'ten ganz laut - vor Angst standen alle in der hintersten Ecke des Stalls.Erst einmal haben wir die Tore des Stalls geschlossen, damit kein Stroh, das sich im Stall bei den Kühen befand, angezündet werden kann. Außerdem haben dieKühe dann etwas mehr Ruhe - der Trubel begann ja nun erst.Die Krinitzer Freiwillige Feuerwehr war ca. 5 Minuten, nachdem wir vor Ort waren, angerückt mit ihrer 60 Jahre alten Wasserpumpe - mein Vater hatte an ihr schon herum geschraubt. Das macht Mut, dass so ein altes Mädchen nun zuerst rann mus! Der nahe gelegene Fluss wurde angezapft und mit Mühe und Not schaffte die alte Wasserpumpe es, einen Feuerwehrschlauch mit Wasser zu versorgen. Die gute alte TS8 gab alles - der Auspuff glühte (wie man auf einem der Bilder erkennen kann).Nun trudelten nach und nach die Feuerwehren der Nachbarorte ein, die technisch besser ausgerüstet waren als die Dorffeuerwehr in Krinitz.Nach etwa einer Stunde war der Graben in der Nähe des Kuhstalls leer gepumpt und die TS8 versagte ihren Dienst, da sie verschlammt war.Währenddessen hatte die Feuerwehr Eldena eine Alternativ-Schlauchroute vom einzigen Hydranten in Krinitz bis zum Einsatzort gelegt, so dass nach einer kurzen wasserlosen Phase mit dem Löschen fortgefahren werden konnte.Nach wiederum einer knappen Stunde war der Krinitzer Hydrant (Wasserspeicher) leer und wir mussten auf eine Alternative umschwenken. So zeigte ich dem Verantwortlichen für Wassernachschub den nahe gelegenen Meynbach, allerdings war in diesem wohl zu wenig Wasser, so dass er entschied, das öffentliche Wassernetz anzuzapfen.Danach begann es zu regnen, so dass ich nach einer Stunde Ausharren im Regen wieder nach Hause ging.Man, was war das aufregend. Die Knie zitterten - das Adrenalin hatte mich voll gepackt.Ein seltsames Gefühl ist in mir, da ich immer wieder einmal einen speziellen Albtraum habe, in dem der Wald in Krinitz brennt. Und in diesem Traum sieht der Feuerball genauso aus wie der, den ich heute Abend gesehen habe. Erschreckend. Erdrückend.Was bleibt ist ein komisches Gefühl, wenn ich so sehe, wie schlecht die Freiwillige Feuerwehr in Krinitz ausgestattet ist. Da merkt man, wo Geld gespart wird.Auch ist es für mich erstaunlich, dass das Thema "Wasser" ein echtes Problem darzustellen scheint, denn dies war die ganze Zeit das große Thema. Es scheint auch keinen "Masterplan" für einen Brand im Dorf zu geben, so wie ich es mir vorstelle: im Haus der Freiwilligen Feuerwehr eine Skizze des Dorfes mit den Wasserentnahmestellen - alle schön eingezeichnet. Pustekuchen.Nun werde ich schlafen gehen und hoffen, dass die Jungs der Freiwilligen Feuerwehren die Lage unter Kontrolle halten können.
Heute war auf dem Gelände des Landesgestütes Redefin eine Ausstellung "LebensArt". Sie war sehr interessant und super spannend, was man alles aus Holz machen kann. Auch ist das Landesgestüt eine Augenweide - es wurde sehr schön hergerichtet.Ich kann die "LebensArt"-Ausstellung auf dem Landesgestüt sehr empfehlen.Sie ist jährlich - die neusten Infos zu den Terminen sind unter http://www.lebensart-messe.de/standort-redefin.html zu finden.
Bei der letzten Chorprobe gab es von unserem Chorleiter Maddin eine nette Textvorlage für den Kanon "Finster, Finster, Finster, Finster".Schick, oder? :-)